Becks und Shirts

Wie bereits erwähnt , mische ich bei der Beck’s Gold Urban Experiences mit. Heute abend veranstalten wir wieder ein eigenes Event, und zwar die Präsentation des ersten Beck’s Gold Design-T-Shirts im Firmament Store. Der Künstler und Designer Dave Little wird vor Ort sein und signieren, außerdem gibt’s frisches Beck’s Gold und die ersten zehn Besucher bekommen eines der auf 500 Pieces limitierten Kollektion for free. Start ist um 19.30 im Firmament Store, Schröderstr. 8 in Berlin-Mitte. Kommt auf ein Bierchen vorbei!

Cold war places in Berlin: A documentary

In this video, Tom Littlewood takes us on a journey to places where the Cold War past of Berlin is still visible. So they go to Teufelsberg, an artificial hill where the NSA built a listening station in the 60ies to spy on the communist part of Berlin, consisting of strange big white balls on top of the hill. They takl with a former army commander and visit the bunker at airport Tempelhof where thousands of meters of war film burnt right after world war II. Great piece of work, entertaining and educating, I like.

A very nice branding combination as well: VBS teamed up with Palladium boots to produce this documentary. Taking the history of these french military boot brand into account, documentaries from interesting and forgotten places seem to represent Palladium pretty well.

Wie Wired auf dem iPad aussehen wird

Hier stellen Wired Redakteure und Designer voller Enthusiasmus die Möglichkeiten vor, die Magazinmacher mit Geräten wie dem iPad bekommen werden. Die Texte werden mit Videos und Schnittstellen zu Social Networks angereichtert, Werbung wird zu Produktvorstellungen als 3D Modell. Man darf gespannt sein, wie andere Zeitungen und Zeitschriften damit umgehen werden, vor allem solche, die nach wie vor Redakteure mit einer ganz klaren Printdenke beschäftigen und die ist, auch und sogar bei jungen Journalisten nach wie vor äußerst ausgeprägt. Vor allem die Sprache der Wired-Macher zeigt ihre Einstellung zu ihrer Arbeit: “Storytelling, Communicating ideas and creations” ist der Kern der Arbeit laut Scott Dadich, Creative Director bei Wired. Ein Ansatz, den ich mir von viel mehr Journalismusmachern wünschen, trotz oder gerade wegen des andauernden Medienwandels, der ihre Branche so durcheinander schüttelt.

Augmented Reality concert on a snack bag

Doritos teamed up with several agencies (e.g. Mekanism and Proto) and Blink182 to present a concert on a snacks bag. In fall 2009, on www.doritoslatenight.com you could hold a marker printed on a Doritos bag into the webcam connected to a flash app that would recognize that code and put a concert video by Blink182 filmed in a green screen room into the virtual space. You could than turn the bag and thus control the perspective of the video. Great brand transfer and well done technology of “musicians in your palm”.

Here is an example, find the making of video from a more detailed Wired article further down.

Motto of SMWBerlin: Streit!

Catfight

“Streit! Konstruktive Kontroverse” (Beef – constructive controversy) is Social Media Week Berlin’s motto 2010, in this post we explain why we think it is a good subject and how we see the state of digital Streit today.

Social Media has become a buzzword, so prominent, many people are already sick of it. Social Media needs to be in every marketing campaign, Social Media is finally the utopia “the internet” (in the 90ies) and “Web 2.0” (in the 00 years) both couldn’t fulfill, Social Media can be done by everyone and everyone must do it unlesss he or she will fall into endless oblivion. Plus Obama used it. Obama!

We don’t think that that is all wrong nor are we sick of using all these handy tools to connect and interact, nor are we sick talking about it. But we want to take another stand, another perspective. That’s why we came up with the subject “Streit!”. Streit means conflict, controversy, beef! And we like it! Here is why.

Read on at SMWB blog

Was ist die Social Media Week Berlin

Die Social Media Week ist eine Veranstaltungswoche, die aus mehreren Events besteht und im Februar 2009 zum ersten Mal in New York statt fand. Dieses Jahr soll sie außerdem in Sao Paolo, Toronto, San Francisco, London und Berlin statt finden. Ich wurde gefragt, ob ich da mitmischen will und nun legen wir los und organisieren euch ein schönes Social Media Festival in der ersten Februarwoche.

Wir dabei, die eine oder andere eigene Veranstaltung zu organisieren, so soll es eine Soundcloudparty geben, eine Enterprise 2.0 Veranstaltung, etwas über Social Entrepreneurship, und ein Future of Web Strategy Meetup. Außerdem werden wir versuchen, viele Events, die ohnehin statt finden, unter das Dach der Social Media Week zu holen. Ich selbst möchte eine Veranstaltung zum Thema “Streit” organisieren, denn ich finde, das kommt bei all den Harmonieträumen und positiven Zukunftsvisionen immer etwas zu kurz, dass sich auch mal jemand streitet, vor allem im Internet. Was im zweiten Schritt ja auch wieder positiv sein kann. Quod erat demonstrandum.

Also, save the date, in der ersten Februarwoche, lest das Blog und den Twitter und wenn ihr selbst was machen wollt, sagt Bescheid! Nächstes Treffen ist Donnerstag, 19:30 im Gorki Park, wer was machen will, kommt vorbei!

Trabayo ist vier Wochen online

Trabayo ist mein nicht mehr ganz so neues Internetbaby, das ich hier schon mal erwähnt habe. Es geht darum, zu sagen was man kann, das andere brauchen könnten: Cocktails mixen, Babys sitten, Websiten fixen, Rasen mähen usw.

Im ersten Schritt haben wir ein sehr einfaches System entwickelt, mit dem Beschreibungen und Headlines innerhalb von Kategorien erstellt werden können. Fehlt eine Kategorie, kann man den “Fehlt was”-Button benutzen. Interessiert man sich für einen der Services kann man mit dem Anbieter Kontakt aufnehmen. Die Trennung von Service und Person ermöglicht eine sehr einfache und dennoch granulare Privatsphäreneinstellung, sodass genau angegeben werden kann, wer man ist, wo die Dienstleistung angeboten wird und wer das sehen darf.

Trabayo - Dienstleistungen, Services privat vermitteln

Wir sind noch am Anfang und können auch nicht so schnell entwickeln wie ein voll finanziertes Startup, denn zur Zeit bezahlen wir alles selbst und arbeiten neben unseren eigentlichen Jobs daran. Unsere Vision ist aber ein System aufzubauen, das es sehr leicht und angenehm macht, den eigenen Service darzustellen, konkrete Services für andere Vorzuschlagen oder Dienstleistungen zu beschreiben, die andere brauchen könnten und die es daher geben sollte.

Dazu gibt es regelmäßige Updates auf unserem Trabayo-Blog, z.B. wer außer mir noch hinter Trabayo steht, wie wir damit irgendwann auch mal Geld verdienen wollen und dass wir nächsten Samstag, am 21.11., eine Party im Dave Lombardo feiern. Ich würde mich freuen, wenn ihr vorbeikommt, RSVP zur Trabayo Party geht hier.

Trabayo auf Facebook
Trabayo auf Twitter

Update: Thx to Lifestyle Blogs - Blog Catalog Blog Directory for adding me to their catalogue. May your visitors be mine!

What is Beck’s Gold Urban Experiences?

Starting from tonight, “Beck’s Gold Urban Experiences” will be exploring urban ways of customizing reality today. It is sponsored by Beck’s Gold and supposed to reach out to artists and creative people for producing ideas and lots of beautiful content to put the spotlight on interesting approaches and enrich an entertaining discussion within this field.

The campaign will be lasting at least during 2010 and consists of several events and online documentation and interaction. First, there will be three so-called “workspaces” in Berlin, Hamburg and Munich, starting tonight in Berlin. Artists are invited to shape their vision of customizing reality and to present them to an audience which hopefully interacts with the created pieces. The artists, like e.g. Kim Köster, Klub7, Tracknfield or Balestra Berlin create a room filled with pieces which exist, shine or interact with the people. All of the artists have a background of creating art in a modern, reflecting and urban way in a sense of technology and interaction. Tonight, there will be a breadbaking experiment, lifesound recordings and lots of visual approaches to shaping urban environments. Check out some impressions from the preparations:

My role in the campaign is and was to find ways for interaction, preparation and documentation online, including a community for artists, social media profiles like Flickr, YouTube and the Urban Blog urban.becks.de. Together with Silk relations, Coma and the Beck’s team we put together lots of ideas which will become reality in the next 14 months. Follow @becksurban on Twitter to get updates and get the Urban Blog RSS. The blog is curated by Nilzenburger and will feature a ton of writers who will put together their vision of urban reality today.

MyLifestyleblog has a good overview in German about Beck’s Urban Experiences too.

SPD: Nach der Ernüchertung die Erleichterung

Jetzt habe ich wieder ein halbes Jahr Wahlkampf für die SPD gemacht, mit PANORAMA3000 die Jusos im Web unterstützt, viel geredet und versucht, zu überzeugen – und am Ende steht eine der niedrigsten Wahlbeteiligungen und ein desaströses Ergebnis für die SPD. Wider Erwarten tut das gar nicht so weh.

Natürlich, meine und unsere Arbeit ist mit diesem Ergebnis schwer als super Kampagne zu bewerten, die meisten werden mir aber zustimmern, dass es weder allein an der Kampagne, noch am Programm gelegen hat sondern an 11 Jahren Regierung mit SPD-Beteiligung. Christian Soeder hat die Ursachen der SPD Wahlniederlage sehr klug analysiert, der ich mich anschließen kann.

Das Positive ist die Erleichterung für viele SPD-Anhänger, vor allem auch für die, die gar nicht zur Wahl gegangen sind. Es ist die Aussicht, sich neu aufstellen können, keine Kompromisse mehr verteidigen müssen, nach echten, linken Alternativen suchen, Visionen entwickeln können, aufzuräumen. Und nicht mehr mit der großen Koalition leben müssen, eingepfercht zwischen einer sozialdemokratischen Union und einer aufstrebenden Linken. Sondern wieder mutig ein eigenes Profil entwickeln zu können, in der Opposition gesund werden.

Jetzt ist Opposition und die SPD muss sich erneuern – wie, das bleibt zu diskutieren. Einen guten Einstieg in die Diskussion bietet der Juso-Blogs- und Twitter-Aggregator jusos.de/live. Der Unmut ist groß, der Ruf nach Veränderung ist laut, leider beschränkt es sich wieder nur auf “links oder rechts”. Wie dieses Links oder Rechts aussehen kann, bleibt zumeist noch im Dunkeln, ich habe zumindest noch keinen wirklichen Entwurf für eine moderne linke Politik gefunden, auch nicht bei Franziska Drohsel.

Zumindest der Wunsch nach Veränderung ist groß und das ist gut. Der Aufruf SPD erneuern ist schon vielfach unterzeichnet worden, es gibt eine Facebook-Gruppe und eine Meine-SPD-Gruppe – allein, hier fehlt bisher der Blick nach vorn (ähnlich argumentiert auch dieser sehr gut geschriebene Freitag-Beitrag: Was die SPD verrät)

Eine Erneuerung muss mit der Vergangenheit abschließen und sich nicht über die Vergangenheit definieren. Kritik an der Agenda-Politik ist in Ordnung, auch wenn ich der Meinung bin, dass es zu diesem Zeitpunkt die richtigen Entscheidungen waren. Und genau weil die SPD die Architektin einer der größten Reformen des Sozialstaats ist, ist sie auch am ehesten in der Lage, notwendige Korrekturen daran vorzunehmen – also Hartz4, Mindestlöhne, Bundesagentur für Arbeit – kann man alles diskutieren. Rente mit 67? Ganz ehrlich, das ist für mich noch zu weit weg. Öffnung zur Linken? Ja natürlich, aber das muss man fast nicht mehr diskutieren.

Ich glaube, die Chance für die SPD ist die globale Perspektive.

Im Gegensatz zu der noch staatshörigeren Linke, die alles in den Grenzen Deutschlands regulieren will, kann die SPD eine globale linke Politik machen. Eine Politik, die dem Anspruch, Gerechtigkeit herzustellen auch gerecht wird, weil sie nicht vor den Landesgrenzen halt macht.

Eine globale Perspektive für die SPD-Politik würde aber an vielen Stellen das Gefühl von gerecht und ungerecht umkehren. Das ist mitunter überraschend, vielleicht auch schmerzhaft, aber genau darin liegt das Überraschende und Neue, das wir jetzt brauchen.

Denn: Ist es gerecht, wenn Essen billig ist, weil dann auch die Armen hier sich das gute Essen leisten können? Oder ist es ungerecht weil es Massentierhaltung, Dumpinglöhne und Umweltschäden bedingt?

Ist es nicht gerecht, dass der Wohlstand in der Welt gewachsen ist, auch wenn in Deutschland Industrie-Arbeitsplätze verloren gehen?

Ist es gerecht, dass die EU Exporte subventioniert und damit Märkte in Afrika zerstört, damit deutsche Firmen und Bauern mehr Geld für ihre Produkte erhalten?

Auf alle diese Fragen weiß die Linke keine Antwort und der CDU und der FDP ist es egal. Darauf müssen wir Antworten finden, weil das auch die Menschen von uns verlangen.

Finanzmärkte lassen sich nur global regulieren, der Klimawandel lässt sich nur auf globaler Ebene sinnvoll stoppen. Wir brauchen die globale Perspektive in jeder neuen Form von Politik, dann kann die Politik auch wieder neu werden.

Wahlmobilisierungstools im Überblick

zeigstimmeEinige Initiativen haben sich ein Beispiel an dem sehr erfolgreichen “Der eine Nichtwähler, der Obama verhindert hat”-Tool genommen und ähnliche Web-Instrumente produziert. Immer geht es dabei um ein Video, das sich mit Name und Bild personalisieren lässt und anschließend an Bekannte als Link verschickt werden kann. Ziel ist es bei allen Tools, Menschen am 27. September zum Wählen zu bewegen.
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